„Im Rahmen der Landesgartenschau ist es gelungen, die Stadt Bingen durch die Neugestaltung der Rheinanlagen enorm aufzuwerten, was zahllose Touristen nach Bingen zieht. Uns ist es allerdings nicht gelungen, die Touristen von der Rheinpromenade in die Innenstadt zu locken. Dies muss aus unserer Sicht Hauptaufgabe der BUGA 2029 sein“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dr. Till Müller-Heidelberg sowie Fraktionsgeschäftsführer Sören Rausch (beide SPD). „Deshalb beantragen wir, gemäß dem Konzept für Binger ÜberraschungsGÄrten, von BUGA zu BÜGÄ, mit einem Rundweg von Binger ÜberraschungsGÄrten die Besucher der Bundesgartenschau 2029 in die Innenstadt zu bringen“, so Dr. Müller-Heidelberg und Rausch.
Das ist unser Konzept, der als grundlegende Idee zu verstehen ist und noch verändert werden kann und darf:
Beginnend mit dem „1. Binger Reitergarten“, der auf dem Reiter über den Schienen am Stadtbahnhof entsteht, wird ein Drahtgestellpferd gestaltet und mit Blumen bepflanzt, wobei eventuell auch vom Reiter herabhängende Pflanzen integriert werden. Es folgt der „2. Binger Hofgarten“, der als gärtnerisch gestalteter Innenhof an der Ecke Bahnhofstraße/Mainzer Straße im ehemaligen Restaurantgarten oder in einer möglicherweise geplanten Straußwirtschaft eingerichtet werden könnte. Der „3. Binger Kellergarten“ befindet sich in einem der vielen Weinkeller auf der Mainzer Straße, wo ein Pilzgarten angelegt werden soll; möglicherweise wird es auch einen Vortrag mit Stadtführerin Lutterbach über die Binger Weinkeller geben. Im „4. Binger Paradiesgarten“, der auf dem alten Friedhof entsteht, werden in den Bäumen kunstvolle Äpfel aufgehängt sowie klingende Objekte platziert; Ralf Reiners hat bereits angeboten, auf Handpans Musik zu spielen. Der „5. Binger Burggarten“ soll mittelalterlich romantisch gestaltet bleiben, wobei lediglich der Fußweg und die Treppen erneuert werden; von hier aus gelangen die Besucher zum Weingarten oder Veggiegarten auf dem Berg der Burg Klopp, der märchenhaft wirken soll.
Schließlich ist der „6. Binger Kindergarten oder Spielgarten“ geplant, mit einer riesigen Rutsche vom Spielplatz bei Burg Klopp zum Neff-Platz sowie einer Murmelbahn mit Kastanien. Der „7. Binger Cafe-Garten“ entsteht in der hässlichen Baulücke „Cafe Benz“ und erhält einen Schrott-Mercedes-Benz, aus dem Kaffeepflanzen wachsen könnten. Dabei werden möglicherweise auch Kaffee und Kuchen angeboten. Anschließend folgt der „8. Binger Leer-Garten“, bei dem ein leeres Geschäft in der Innenstadt kahl dekoriert wird, möglicherweise auch als Immobilienbörse genutzt; hier könnten leere Regale mit einzelnen Blumen oder Fotos von ungenutzten Geschäften präsentiert werden. Der „9. Binger-Speisegarten“ ist geplant, bei dem alle Geschäfte am Speisemarkt ihre Schaufenster mit einheitlichen Pflanzkästen schmücken, die sie je nach Geschäft dekorieren und bepflanzen können; auch ein essbarer Garten ist vorgesehen. Im „10. Binger Lesegarten“ befindet sich im Hof der Bücherei eine grüne Lounge mit Sitzmöbeln, einem Bücherschrank und Sonnensegel, eventuell auch als Laube für Hochzeiten nutzbar. Der „11. Binger Kirchgarten“ wird in Absprache mit der Pfarrei im bereits vorhandenen Schöpfungsgarten des Kindergartens eingerichtet und soll eine weitere grüne Oase in der Umgebung darstellen. Der „12. Binger Wassergarten“ wird durch den Freidhof geführt und bildet den Abschluss des Rundgangs. Er soll am Nahe- oder Rhein-Ufer gestaltet werden, mit schwimmenden Wasserpflanzen, bepflanzten Holzinseln und möglicherweise einem Wasserfall, der von der Fußgängerbrücke in die Nahe fließt.
Dieses Konzept ist eine Ideensammlung, die noch geändert werden kann. Der Rundweg wird durch Flyer beworben und kann zusätzlich mit einer App heruntergeladen werden, um die Besucher zu informieren und den Erlebnisraum interaktiv zu gestalten