Rund anderthalb Jahre lang war der Treppenaufgang in der Martinstraße beschädigt und teilweise gesperrt. Für Anwohnerinnen und Anwohner sowie Passanten war der Zustand nicht nur ein Ärgernis, sondern stellte aus Sicht der SPD-Fraktion auch ein Sicherheitsproblem dar. Trotzdem geschah über einen langen Zeitraum nichts.

„Über etwa ein Dreivierteljahr haben wir den Bürgermeister immer wieder mündlich und schriftlich auf den Zustand hingewiesen und darum gebeten, diesen gefährlichen Schandfleck endlich zu beseitigen. Leider ohne erkennbare Konsequenzen“, erklären Dr. Till Müller-Heidelberg, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, sowie Sören Rausch, Fraktionsgeschäftsführer.

Erst nachdem die SPD-Fraktion öffentlich nachfragte, wann die Stadt endlich tätig werde, kam Bewegung in die Angelegenheit. Nur wenige Tage später war der Treppenaufgang repariert.

„Natürlich freuen wir uns, dass die Schäden nun endlich beseitigt sind, und dafür sagen wir auch ausdrücklich Danke“, betont Dr. Müller-Heidelberg. „Trotzdem bleibt die Frage: Muss es wirklich erst eine öffentliche Anfrage und einen Pressebericht geben, damit ein seit Monaten bekanntes Problem kurzfristig gelöst wird?“

Für die SPD-Fraktion zeigt der Vorgang, dass Hinweise aus dem Stadtrat und aus der Bevölkerung schneller aufgegriffen werden müssen. „Gerade bei offensichtlich beschädigter öffentlicher Infrastruktur und möglichen Gefahrenstellen erwarten die Bürgerinnen und Bürger zu Recht, dass die Stadt zeitnah reagiert“, so Müller-Heidelberg und Rausch abschließend.

Die SPD-Fraktion hofft deshalb, dass künftig nicht erst öffentlicher Druck notwendig ist, bevor bekannte Missstände beseitigt werden.